Aktuelles aus der Kirchengemeinde

Tischreden

Zeitungsausschnitt RP vom 11-2-2017

am 18.2.2017 um 17:00 Uhr in der Markuskirche mit Orgelmusik und Essen

Zum Todestag des Reformators Martin Luther am 18. Februar realisiert Pfarrer Marc-Albrecht Harms eine außergewöhnliche Idee: Die Markuskirchengemeinde lädt zu einer "Tischrede" ein und erinnert damit an eine Tradition, die im Hause Luthers ihren Anfang nahm. Luther lebte ab 1525 mit seiner Familie im ehemaligen Augustinerkloster in Wittenberg - heute ein fabelhaftes Luthermuseum. Mit ihm lebten dort bis zu zehn seiner Studenten zur Miete (eine wichtige Einnahmequelle für die Familie Luther); dazu kamen Kollegen und Flüchtlinge - "es war wirklich ein großer Haushalt mit einem bunten Betrieb", sagt Mirko Gutjahr von der Stiftung Luthergedenkstätten. Zugleich wird die immense Leistung von Luthers Ehefrau Katharina von Bora deutlich, die die Wirtschaft bis hin zum Brauen von Bier gemanagt hat. Die Tischreden fanden in dem heute "Lutherstube" genannten Raum statt - meist nach dem Essen bei einem Bier oder Wein. In der Regel kamen theologische Fragen zur Sprache. Seit 1531 begannen Tischgefährten Luthers, seine Worte aufzuzeichnen; Luther duldete das nicht nur, er diktierte und wiederholte Formulierungen, die ihm wichtig waren.

 

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